Star Trek Online – Licht und Schatten (Story)

11. März 2010 at 12:32 am (Geschichten) (, , , , )

Der zweigeteilte Raum war schlicht und spärlich mit pesönlichen Gegenständen dekoriert. Die eine Hälfte des Raumes umfasste einen Eingangsbereich, der in eine Art Wohnraum überging. Zu beiden Seiten des Eingangs befanden sich schlanke Schränke etwas weiter im Raum zu den Fenstern hin ein einfacher Tisch mit drei gemütlichen stoffbezogenen Stühlen. Rechts davon befand sich eine Tür, die zu einem weiterem Raum, einer kleinen Küche, führte. Auf der anderen Seite des geteilten Raumes befand sich eine Schlafecke mit zwei Nachttischen. Am Fenster eine große Pfanze in einem beinahe farblosem Topf. Ganz links befand sich eine zweite Tür, die in das Badezimmer führte.

Chiara stand am Fenster und blickte in die Weiten des Alls. Da die Daylight im Moment nur mit Impulsgeschwindigkeit flog, konnte sie die Sterne ganz genau erkennen. Sie funkelten und blinkten in ihrem eigenen Rhythmus. Die junge Frau mit den rotblonden Haaren hatte ihre Hände am Rücken verschränkt und wirkte ziemlich verärgert. Am liebsten hätte sie gegen die Scheibe vor sich gehämmert, aber das würde mit Sicherheit die Aufmerksamkeit der Wachen vor ihrem Zimmer alamieren. Sie konnte zwar verstehen, dass ihre Aufgabe nicht ungefährlich war, aber dass sie sogar auf einem Sternenflottenschiff auf Schritt und Tritt von Beschützern umgeben war, fand sie überzogen. Seufzend wendete sie sich von den Fenstern ab und ging in den Schlafabschnitt des Raumes und lies sich auf das Bett fallen. Sie starrte einige Minuten auf die Decke, doch das wurde ihr bald zu langweilig, also schloss sie die Augen und versuchte etwas zu dösen.

Alles um sie herum war dunkel und still. Nichts war zu hören, aber die Luft war voll von dem schweren Duft einer Pflanze, einer Blume mit großen Blüten, vermutete Chiara. Sie überlegte einen Moment, was sie hier machte, und wie sie hergekommen war, doch die Erinerung daran wollte ihr einfach nicht ins Gedächtnis springen. Sie hoffte, dass sich ihre Augen, an das Dunkel gewöhnen würden, doch nichts passierte. Sie war sich sicher, dass sie sich in keinem Gebäude befinden konnte, doch hier gab es wohl keinen Mond oder sichtbare Sterne, die irgendeine Form von schwachem Licht erzeugen konnte. Vorsichtig ging sie ein paar Schritte, der Boden war weich und federnd, so als würde sie über eine Graswiese oder dichtbewachsenes Moos schreiten. Plötzlich hörte sie etwas festere Schritte, die von schweren Stiefeln zu stammen schienen.Der Herzschlag der jungen Frau beschleunigte sich und aus irgendeinem Grund befiel sie eine klamme Panik und ihre zierliche Hand bewegte sich zu etwas um ihren Hals. Sie setze sich wieder in bewegung und versuchte sich von den schweren Schritten zu entfernen, doch diese wurden ebenfalls schneller und auch lauter. Zitternd fiel sie erst in einen Laufschritt, dann rannte sie. Mehrere Male stolperte sie fast, doch ihre Verfolger ließen nicht locker. Sie drehte ihren Kopf mehrere Male in der Hoffnung, etwas zu erkennen, um, aber die Dunkelheit verschluckte nach wie vor alles. Plötzlich stieß sie gegen etwas hartes und wurde dadurch hart abgebremst. Keuchend versuchte sie sich aufzuraffen, als eine sehr kräftige, behandschuhte Hand ihren rechten Oberarm packte, sie vollends aufrichtete. Eine andere Hand griff nach ihrem linken Arm, ein beinahe knurrendes Lachen ertönte. Irgendwo in der Ferne war ein penetrantes Warnsignal, dass irgendwie nicht dazugehörte, zu hören.

Chiara ruckte auf. Sie befand sich noch immer in ihrem Zimmer und niemand außer ihr war da. Ihr Herz klopfte wild. Verwirrt fuhr sie sich durch ihr Haar und erst nach einer Minute wurde ihr klar, dass der wiederkerhende Signalton aus ihrem Traum sehr real war. Allem anschein nach war die Daylight auf gelben Alarm gegangen.

Mit wackligen Beinen rappelte sich die Junge Frau auf und ging durch das Zimmer an ihre Eingangstüre. Das Licht war noch gedimmt, doch es reichte ihr aus. Sie hatte noch nie starkes Licht gemocht und fand sich daher im Halbdunkel gut zurecht. Sie öffnete die Türe und steckte ihren Kopf nach draussen. Die beiden Wachen, die man für sie abgestellt hatte, waren verschwunden. Irritiert blinzelte sie in den hellen Gang, doch niemand war in der Nähe. Sie betätigte ihren Communicator. “Ensing De’Ley an Lieutnant Thalia. Was ist passiert?” fragte sie nervös, doch sie erhielt keine Antwort. Sie bewegte sich nun ganz auf den Gang hinaus und versuchte die andere der beiden Wachen zu erreichen, doch auch dieser gab keine Antwort. “Computer, was ist hier passiert?” wollte sie wissen, doch anstatt einer Antwort, bekam sie nur ein Knistern. Langsam wuchs ihre Besorgnis zu Angst an und sie eilte zur nächsten Wandkonsole mit Computerzugriff. Sie wollte gerade auf das Panel klicken, als die Beleuchtung von Normal auf Notbeleuchtung wechselte. Einen akustischen Warnton gab es nicht, entweder war dieser auch defekt oder sabotiert worden. Grübelnd musste sie an ihren Auftrag denken, doch dieser kam ihr bei weitem nicht wichtig genug vor, um diese seltsamen Ereignisse zu erklären. Sie gab sich einen Ruck und aktivierte das Terminal, doch anstatt ihr irgendwelche Infos zu geben, versprühte es nur Funken. Chiara gelang es gerade noch rechtzeitig, ihre Hand zurückzuziehen. Sie biss die Zähne zusammen und fluchte laut. Irgendwo hörte sie den Tadel ihres Vaters, dem ach so tollen Admiral auf der Erdbasis. Er hatte etwas vone einem einfachem Auftrag erzählt, aber dann hatte sie Personenschutz bekommen, das Schiff wurde… angegriffen, sabotiert, sie wusste es nicht. Aber eines wusste sie: Etwas lief verdammt schief und sie war sich beinahe sicher, dass es etwas mit diesem Auftrag zu tun haben musste. Irgendwie spürte sie das. Sie schaute sich um, doch niemand war zu sehen. Sie wusste, dass die Daylight unterbesetzt war, aber dass niemand in ihrer unmittelbaren Umgebung war, stimmte sie sehr nachdenklich. Da es ihr von hier aus nich tmöglich war, irgend etwas heraus zu finden, bschloss sie, die Brücke aufzusuchen. Mit schnellen Schritten hastete sie zum nächsten Turbolift.

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